Mein Vater Robert Michel (1915 - 1981) wurde zur Erfüllung seiner Wehrpflicht (1937 - 1939) zu einer Artillerieeinheit der Wehrmacht eingezogen. Direkt im Anschluss an diese Zeit erfolgte von 1939 bis zu seiner Gefangennahme durch die Amerikaner im Dezember 1944 der Kriegseinsatz bei verschiedenen Artillerieeinheiten. Um mehr Licht in diese Zeit seines Lebens zu bringen, suche ich alles an Informationen, Unterlagen, Photos usw., zu folgenden Artillerieregimentern:

Artillerieregiment 72 (Art.Reg. 72), in der Zeit von 1937 bis Ende 1941. Diese Einheit war bis zum Kriegseinsatz in Wiesbaden und Mainz (Gonsenheim) stationiert. Während des Krieges nahm sie am Westfeldzug teil. Die Einheit lag ab März 1940 bei Herforst in der Eifel, ihr Weg führte sie dann über Echternach (Luxemburg), Etalle (Belgien), durch Nordfrankreich (Sedan) an die Kanalküste, wo sie bei Saint-Valery-en-Caux als Küstenartillerie eingesetzt war. Im Juni 1941 bezog die Batterie Stellung in Ostpreußen um dann am Russlandfeldzug (Heeresgruppe Mitte) teilzunehmen.


Artillerieregiment 69 (Art.Reg. 69), nach einer Verletzung wurde Robert Michel etwa ab Oktober 1941 zur 6. Batterie des Artillerieregimentes 69 versetzt. Im Juni 1944 wurde die Einheit als Heerestruppe bei Bobruisk vernichtet.


Panzer-Artillerieregiment 74 (Pz.Art.Reg. 74), nach Auskurierung seiner Verletzung wurde Robert Michel Anfang November 1944 zu dieser Einheit versetzt. Das Regiment war der 2. Panzerarmee zugeteilt und lag zu der Zeit in der Eifel, westlich von Bitburg. Hier wurde er während eines Einsatzes Anfang Dezember verwundet und fiel amerikanischen Truppen in die Hände. Nach einem Lazarettaufenthalt wurde er dann in das berühmt berüchtigte Kriegsgefangenenlager Heilbronn überführt.

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